Bava Metzia 182

Kapitel 182

א אילו נאמר (ויקרא יט, יט) בהמתך לא תרביע הייתי אומר לא יאחוז אדם את הבהמה כדי שיעלה עליה זכר תלמוד לומר כלאים כלאים הוא דאסור הא מין במינו שרי
1 Würde es geheißen haben: <i>du sollst dein Vieh nicht begatten lassen</i>, so könnte man verstehen, man dürfe ein Vieh nicht festhalten, wenn ein Männchen es besteigt, daher heißt es: <i>verschiedene Arten</i>. Dies ist also nur bei verschiedenen Arten verboten, bei derselben Art aber ist es erlaubt;
ב ומין במינו נמי אחיזה אין הכנסה לא מאי אחיזה הכנסה ואמאי קרי ליה אחיזה לישנא מעליא
2 bei derselben Art ist also nur das Festhalten erlaubt, nicht aber das Hineinführen!? — Unter ‘festhalten’ ist das Hineinführen zu verstehen, nur nennt er es deshalb Festhalten, weil er einen euphemistischen Ausdruck gebrauchen will.
ג אמר רב אשי הא מילתא בעו מינאי דבי רב נחמיה ריש גלותא מהו להכניס מין ומינו ושאינו מינו לדיר כיון דאיכא מיניה בתר מיניה גריר או דלמא אפילו הכי לא ופשטי להו לאיסורא דלא כהלכתא משום פריצותא דעבדי
3 R. Aši sagte: Folgendes fragten sie mich beim Exilarchen R. Neḥemja: darf man zwei Tiere derselben Art und ein drittes von einer anderen Art zusammen in einen Pferch hineinbringen: hält es sich, da dieselbe Art vorhanden ist, an seine Art, oder ist es dennoch verboten? Ich entschied ihnen, es sei verboten, gegen die Halakha, wegen der Unzüchtigkeit der Sklaven.
ד <big><strong>מתני׳</strong></big> היה עושה בידיו אבל לא ברגליו ברגליו אבל לא בידיו אפילו בכתיפו הרי זה אוכל ר' יוסי ברבי יהודה אומר עד שיעשה בידיו וברגליו
4 <b>W</b><small>ENN</small> [<small>DER</small> L<small>ÖHNER</small>] <small>MIT DEN</small> H<small>ÄNDEN, ABER NICHT MIT DEN</small> F<small>ÜSSEN, MIT DEN</small> F<small>ÜSSEN, ABER NICHT MIT DEN</small> H<small>ÄNDEN, ODER AUCH NUR MIT DER</small> S<small>CHULTER ARBEITET, SO DARF ER</small><small>ESSEN</small>. R. J<small>OSE B</small>. R. J<small>EHUDA SAGT, NUR WENN ER MIT DEN</small> H<small>ÄNDEN UND DEN</small> F<small>ÜSSEN ARBEITET</small>.
ה <big><strong>גמ׳</strong></big> מ"ט (דברים כג, כה) כי תבא בכרם רעך בכל מאי דעביד
5 GEMARA. Aus welchem Grunde? — Die Schrift sagt: <i>wenn du in den Weinberg deines Nächsten kommst</i>, wie er auch arbeitet.
ו רבי יוסי בר' יהודה אומר עד שיעשה בידיו וברגליו מ"ט דר' יוסי ברבי יהודה כי שור מה שור עד שיעשה בידיו וברגליו אף פועל עד שיעשה בידיו וברגליו
6 R. J<small>OSE B</small>. R. J<small>EHUDA SAGT, NUR WENN ER MIT DEN</small> H<small>ÄNDEN UND DEN</small> F<small>ÜSSEN ARBEITET</small>. Was ist der Grund des R. Jose b. R. Jehuda? — Wie beim Ochsen; wie ein Ochs mit den Händen und den Füßen arbeitet, ebenso auch ein Löhner, wenn er mit den Händen und den Füßen arbeitet.
ז בעי רבה בר רב הונא דש באווזין ותרנגולים לר' יוסי ברבי יהודה מהו בכל כחו בעינן והא איכא או דלמא בידיו וברגליו בעינן והא ליכא תיקו
7 Rabba b. R. Hona fragte: Wie ist es nach R. Jose b. R. Jehuda, wenn man mit Gänsen und Hühnerndrischt: ist eserforderlich, daß [die Arbeit] mit der ganzen Kraft erfolge, was hierbei der Fall ist, oder muß sie mit den Händen und den Füßen erfolgen, was hierbei nicht der Fall ist? — Dies bleibt unentschieden.
ח אמר רב נחמן אמר רבה בר אבוה פועלים עד שלא הילכו שתי וערב בגת אוכלין ענבים ואין שותין יין משהילכו שתי וערב בגת אוכלין ענבים ושותין יין
8 R. Naḥman sagte im Namen des Rabba b. Abuha: Die Löhner dürfen, bevor sie in der Kelter kreuz und quer gegangen sind, Trauben essen, aber keinen Wein trinken; sobald sie in der Kelter kreuz und quer gegangen sind, dürfen sie Trauben essen und Wein trinken.
ט <big><strong>מתני׳</strong></big> היה עושה בתאנים לא יאכל בענבים בענבים לא יאכל בתאנים אבל מונע את עצמו עד שמגיע למקום יפות ואוכל
9 A<small>RBEITET ER BEI</small> F<small>EIGEN, SO DARF ER KEINE</small> T<small>RAUBEN ESSEN, UND WENN BEI</small> T<small>RAUBEN</small>, <small>SO DARF ER KEINE</small> F<small>EIGEN</small><small>ESSEN; WOHL ABER DARF ER SICH ENTHALTEN, BIS ER ZU EINER</small> S<small>TELLE SCHÖNER</small> [F<small>RÜCHTE</small>] <small>KOMMT, UND VON DIESEN ESSEN</small>.
י וכולן לא אמרו אלא בשעת מלאכה אבל משום השב אבידה לבעלים אמרו פועלין אוכלין בהליכתן מאומן לאומן ובחזירתן מן הגת ובחמור כשהיא פורקת
10 D<small>IES ALLES SAGTEN SIE, NUR WÄHREND</small><small>DER ARBEIT, ABER MIT</small> B<small>ERÜCKSICHTIGUNG</small> [<small>DER</small> V<small>ORSCHRIFT</small>], <small>DEM</small> E<small>IGENTÜMER SEIN</small> V<small>ERLORENES</small><small>WIEDERZUBRINGEN, SAGTEN SIE, DASS DIE LÖHNER BEIM GEHEN VON EINER</small> R<small>EIHE ZUR ANDEREN ESSEN DÜRFEN, EBENSO BEI IHRER</small> R<small>ÜCKKEHR</small><small>AUS DER</small> K<small>ELTER; EBENSO EIN</small> E<small>SEL, WENN ER ABGELADEN WIRD</small>.
יא <big><strong>גמ׳</strong></big> איבעיא להו עושה בגפן זה מהו שיאכל בגפן אחר ממין שאתה נותן לכליו של בעל הבית בעינן והא איכא או דלמא ממה שאתה נותן לכליו של בעל הבית בעינן והא ליכא
11 GEMARA. Sie fragten: Darf er, wenn er bei einem Weinstocke arbeitet, von einem anderen essen: darf er es von der Art, die er in das Gefäß des Hausherrnlegt, was hierbei der Fall ist, oder nur von dem, was er in das Gefäß des Eigentümers legt, was hierbei nicht der Fall ist?
יב ואם תמצי לומר עושה בגפן זה לא יאכל בגפן אחר שור במחובר היכי אכיל אמר רב שישא בריה דרב אידי בשרכא
12 Und wenn du entscheidest, wenn er bei einem Weinstocke arbeitet, dürfe er von einem anderen nicht essen, wieso darf ein Ochs vom am Boden Haftendenessen!? R. Šiša, Sohn des R. Idi, erwiderte: Bei einem langen Zweige. —
יג תא שמע היה עושה בתאנים לא יאכל בענבים הא תאנים ותאנים דומיא דתאנים וענבים אוכל ואי אמרת עושה בגפן זה אינו אוכל בגפן אחר היכי משכחת לה אמר רב שישא בריה דרב אידי במודלית
13 Komm und höre: Wenn er bei Feigen arbeitet, so darf er keine Trauben essen. Demnach darf er essen, wenn bei Feigen und Feigen, gleichFeigen und Trauben. Wieso kann diesnun vorkommen, wenn man sagen wollte, wenn er bei einem Weinstocke arbeitet, dürfe er von einem anderen nicht essen!? R. Šiša, Sohn des R. Idi, erwiderte: Bei gestützten. —
יד תא שמע אבל מונע את עצמו עד שמגיע למקום היפות ואוכל ואי אמרת עושה בגפן זה אוכל בגפן אחר ניזיל וניתי וניכול התם משום ביטול מלאכה לא קא מיבעיא לן כי קא מבעיא לן היכא דאיכא אשתו ובניו מאי
14 Komm und höre: Wohl aber darf er sich enthalten, bis er zu einer Stelle schöner [Früchte] kommt, und von diesen essen. Wenn man nun sagen wollte, wenn er bei einem Weinstocke arbeitet, dürfe er von einem anderen essen, so soll er doch hingehen, diese holen und essen. — Dies ist wegen der Aussetzung der Arbeit[verboten], ein Fall, über den wir nicht fragen; wir fragen über den Fall, wenn er seine Frau und seine Kinder bei sich hat. —
טו תא שמע וכולם לא אמרו אלא בשעת מלאכה אבל מפני השב אבידה לבעלים אמרו פועלים אוכלים בהליכתן מאומן לאומן ובחזירתן מן הגת
15 Komm und höre: Dies alles sagten sie, nur während der Arbeit, aber mit Berücksichtigung [der Vorschrift], dem Eigentümer sein Verlorenes wiederzubringen, sagten sie, daß die Löhner beim Gehen von einer Reihe zur anderen essen dürfen, ebenso bei ihrer Rückkehr aus der Kelter.
טז סברוה מהלך כעושה מעשה דמי ומשום השב אבידה לבעלים הוא דאכיל מדאורייתא לא אכיל אלמא עושה בגפן זה אינו אוכל בגפן אחר
16 Sieglaubten, das Gehengleiche dem Arbeiten, und nur mit Berücksichtigung der Vorschrift, dem Eigentümer sein Verlorenes wiederzubringen, sagten sie, daß er essen dürfe, nach der Tora aber darf er dannnicht essen; demnach darf er, wenn er bei einem Weinstocke arbeitet, von einem anderen nicht essen. —
יז לא לעולם אימא לך עושה בגפן זה אוכל בגפן אחר ומהלך לאו כעושה מעשה דמי
17 Nein, tatsächlich, kann ich dir erwidern, darf er, wenn er bei einem Weinstocke arbeitet, wohl von einem anderen essen, nur gleicht das Gehen nicht dem Arbeiten.
יח איכא דאמרי סברוה מהלך לאו כעושה מעשה דמי והיינו טעמא דמדאורייתא לא אכיל משום דלאו כעושה מעשה דמי הא עושה מעשה אכיל מדאורייתא אלמא עושה בגפן זה אוכל בגפן אחר
18 Manche lesen: Sie glaubten, das Gehen gleiche nicht dem Arbeiten; er darf also nur aus dem Grunde nach der Tora nicht essen, weil es nicht dem Arbeiten gleicht, wenn er dann aber arbeitet, darf er auch nach der Tora essen; demnach darf er, wenn er bei einem Weinstocke arbeitet, von einem anderen essen. —
יט לא לעולם אימא לך עושה בגפן זה אינו אוכל בגפן אחר
19 Nein, tatsächlich, kann ich dir erwidern, darf er, wenn er bei einem Weinstocke arbeitet, von einem anderen nicht essen,